Törn 2013-Teil 1 - Kroatienfreund

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Törn 2013-Teil 1


Nach 2011 wollten wir in diesem Jahr wieder einen längeren Törn machen, diesmal mit unseren
Bootskollegen Jochen und Manfred. Die beiden waren bereits auf Losinj und wir wollten uns dort treffen,
um zusammen weiter zu fahren.

Das Ziel war ==> Obrovac am Fluß Zrmanja. Der Fluß liegt im Hinterland von Zadar und man erreicht
ihn, indem man das Novigradsko More fast durchfährt und dann gegenüber der Einfahrt nach
Novigrad Richtung BB abbiegt.
Der
Zrmanja-Canyon, den man bis Obrovac durchfährt ist bekannt geworden, weil dort in der
Gegend einige Winnetou Filme gedreht wurden. Eine traumhaft schöne Landschaft, wie unsere
Fotos beweisen werden.


Bevor wir jedoch von unserem Heimathafen Medulin losfahren konnten war Geduld angesagt,
denn die Bora blies tagelang sehr unangenehm, sodass wir die Fahrt über den Kvarner nach
Mali Losinj von Tag zu Tag verschieben mussten.

Am Samstag den17. Juli war es dann soweit - die Wetterprognose war entsprechend postitiv,
sodass wir bereits morgens um 5:30 Uhr an unserer Mole losmachten und langsam die Bucht
von Medulin hinausschlichen.
In der ganzen Bucht ist eine Höchstgeschwindigkeit von 5 Knoten vorgeschrieben und wir
halten uns daran.

Sonnenaufgang in Medulin
 


Kurz vor acht Uhr waren wir bereits an der Tankstelle in Mali Losinj und bunkerten Sprit randvoll
( 170 Liter Superbenzin) im Wissen, dass es dann auf der ganzen Strecke keine Bootstankstelle mehr
geben würde. Danach fuhren wir langsam in den Stadthafen und legten auf Weststite an um die Zeit
bis 9:00, wenn die Drehbrücke am Privlakakanal öffnet, bei einem Frühstückskaffee zu verbringen.
Dabei nahmen wir auch telefonisch Kontakt zu unseren Bootskollegen auf und verabredeten, dass
wir voraus fahren um dann an einem bestimmten Punkt auf der Insel Vir auf sie warten sollten

Kurz vor dem Termin ordneten wir uns dann in die bereits entstandene Bootsschlange ein um die Öffung
abzuwarten. Es ist immer wieder faszienierend zu beobachten, wenn nach erfolgter Brückenöffnung sich
die Bootsschlange gemächlich in Bewegung setzt und durch den schmalen Kanal hindurchfährt. Zuerst
dürfen die Boote von der Bucht aus nach Osten fahren und wenn alle draußen sind, kommen die von
draußen herein. Das würde alles mehr oder weniger streßfrei vor sich gehen wenn nicht da immer wieder
Bootskollegen glaubten, sich nicht einordnen zu müssen und mit ihren RIB's direkt ganz nach vorne fahren
und sich zwischen anderen Booten vordrängen. Ich verschweige mal ausdrücklich, welche Nationalität
sich da immer wieder unangenehm hervortut. In meinem Törnbericht 2011 habe ich bereits darüber berichtet.

Die ganze Prozedur dauerte etwa 30 Minuten und dann konnten wir auf der Ostseite der Insel Losinj
angekommen endlich wieder Fahrt aufnehmen Richtung Insel Vir. Die Inseln Silba und Olib ließen wir
steuerbord liegen und fuhren nach unserem GPS schnurgerade zur Nordspitze von Vir. Das Wasser war zuerst
etwas ruppig, wurde jedoch zur Freude meiner Gabi mit zunehmender Fahrdauer immer glatter.

In der großen Bucht zwischen WP VR1 und VR2 gingen wir vor Anker und warteten auf Jochen und Manfred.
Die Wartezeit nutzten wir natürlich zu einem erfrischenden Bad, denn mittlerweile war es recht warm geworden.


Nach einiger Zeit kamen die Kollegen mit ihren Booten und Familien dann auch dazu und wir machten
gemeinsame Badezeit.


Jochen peilt uns an.
Jochen vorm längseits gehen.
Manfred beim längseits gehen
 


Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg Richtung Novigradsko More, um die
Landzungen der Südspitze der Insel Pag herum zur Brücke, die das Festland und die
Insel Pag verbindet.



Brücke voraus !
Blick zurück zur Brücke
 


Dann unser tolles Elebnis mit Starigrad Paklenica ......
Wir fuhren schnurstracks darauf zu um anzulegen - schwierig, denn die ganze Mole war belegt.
Jochen fuhr dann aber nahe an die Mole ran um vom Boot aus einen Einheimischen nach dem
Winnetou Museum zu fragen. Er bekam die Auskunft, das sei zwar in SP, aber nur morgens
von 10-11 Uhr geöffet ! Toll, und das in der Hauptsaison.
Damit hatten sich natürlich unsere Bemühungen um Anlegemöglichkeiten von selbst erledigt und
wir fuhren weiter Richtung Novo Zdrilo, der Durchfahrt in das Novigradsko More.


Starigrad Paklenica
Starigrad Paklenica
Jochen und Tina
 
 
Aus der Ferne ist die Einfahrt kaum zu erkennen


Die große Betonbrücke wurde erst Ende der 90-ger Jahre neu gebaut, nachdem das kroatische
Militär die alte Brücke im Krieg 1991 gesprengt hatte, um den Vormarsch der serbischen Truppen
aufzuhalten.


Erst wenn man näher kommt sieht man langsam die riesige Brücke
Die neue Betonbrücke ......
... und kurz danach dann die Stahlbrücke Maslenica
Von der Brücke stürzen sich Bunjee Springer in die Tiefe
Im Novigradko More
Aussicht auf das Velebit Gebirge
 


Dann hatten wir das Novigradsko More erreicht und bogen ab Richtung Novigrad, wo wir
übernachten wollten um gleich am nächsten Morgen nach Obrovac zu starten. Ich war
mit meinem etwas langsameren Boot ein Stückchen voraus gefahren, um auch in Novigrad
nach geeigneten Übernachtungsplätzen zu schauen.
Aber dann kamen weder Jochen noch Manfred .....
Die hatten sich an der Brücke verlustiert um den Springern zuzuschauen und dann sprang das
Boot von Manfred nicht mehr an !
Jochen nahm in schließlich in den Schlepp und brachte ihn nach Novigrad. Dort gab es zwar eine
schöne Mole und auch freie Plätze, jedoch blies ein heftiger Wind genau in die lange Bucht.
Anlegen war zwar möglich, jedoch schlugen unsere Boote trotz ausgehängter Fender unangenehm
an die Betonmole. Jochen machte sich über das Boot von Manfred her und konnte es tatsächlich
reparieren.
An Übernachtung in diesem "Schlauch" war nicht zu denken, sodaß wir beschlossen, direkt weiter zu
fahren nach Obrovac, den Zrmanja Canjon hinauf. Ich fuhr wieder ein Stück voraus um "Quartier" zu
machen. Eine unbeschreiblich schöne Fahrt folgte dann im durch farbige Pfähle gekennzeichneten
Fahrwasser mit maximal erlaubten 8 Kn. Zum fotografieren bin ich auf der Hinfahrt nicht gekommen,
meine Gabi hat aber gefilmt. Fotos machte ich dann auf der Rückfahrt.







Dann endlich in Obrovac, überragt von der alten Festung
Boot putzen und ....
... mal die Wassertemperatur testen.
Die Festung wacht über Obrovac


Nachdem die Kollegen auch angekommen waren machten wir uns zuallererst mit Benzinkanistern
auf den Weg zur Autotankstelle, die zum Glück gleich auf der anderen Seite der Brücke zu finden ist.
Mit jeweils 2o Liter Kanistern legten wir die Strecke dreimal zurück, um wieder genügend Sprit zu bunkern.
Mir half der kleine Emil voller Begeisterung meine kleine Sackkarte mit dem Kanister zu schleppen, er
konnte garnicht genug bekommen.
Nach getaner Arbeit wollten wir erkunden, wo wir etwas zum essen bekommen könnten, aber in der
ganzen "Stadt" gab es nicht ein einziges Restaurant - selbst das Hotel mit Restaurant direkt an der
Brücke war geschlossen ! Mindestens 6-8 kleine "Kaffees" fanden wir, aber nirgends gab es was zu essen.

Also ließen wir uns auf der sehr schönen Mole nieder, packten Grill und Zubehör aus und unsere Damen
kochten bzw. grillten Mitgebrachtes. Es war ein lustiger Abend und vorbeigehende Einheimische lachten
uns freundlich zu und grüßten.


Grillmeister Jochen
Emil guckt noch recht mißtrauisch
Tina und Jochen
Alle waren satt und zufrieden
Emil auf der Mauer schlafend ...
Emil ......
Gabi beim filmen
 


Worauf wir nicht vorbereitet waren - in der Nacht sank der Wasserspiegel um etwa 70 cm (!!!),
sodaß die Boote trotz aufgehängter Fender unter die vorhängende Mole schlüpften. Zum Glück
konnte Manfred nicht schlafen und bemerkte es rechtzeitig, sodass es keine Schäden gab .


Tiefergelegte Boote ....
Eine Ruine auf der anderen Flußseite, was immer
das einmal hätte werden sollen
Morgenstimmung
Hotel ohne alles


Nachdem Sandmännchen sich zurückgezogen hatte machte man sich auf den Weg - die
einen zum Einkaufen, die anderen zum Informationsspaziergang.

Manfred's Boot
Eine von insgesamt 3 (!!!) Energiesäulen, für
Touristenboote leider nicht nutzbar.
.... noch eine Energiesäule
Die dritte Energiesäule
Eines der vielen kleinen Kaffees
In der Altstadt
In der Morgensonne zurück zur Brücke
Langsam stieg der Flußpegel wieder an
 


Nachdem alle gesättigt waren machten wir uns für den letzten Flußabschnitt zu dem
Wasserfall der Zrmanja bereit.
Bei mir bedeutete das, die beiden Funkantennen umzulegen, da die Brückendurchfahrt
laut Beständig je nach Wasserstand für uns sehr knapp werden konnte.
Jochen und Manfred fuhren langsam vor und auch wir machten dann los - notfalls würden
wir per Funk einen der Kollegen zurückrufen und um Mitfahrt bitten müssen, wenn wir nicht
unter der Brücke durchkämen !

Gabi stellte sich achtern auf das Boot und ich peilte genau in der Mitte die Brücke an .......
langsam, langsam auf die Brücke zu, die Hand immer am Fahrthebel bereits falls der
"Stopp-Ruf" kommen würde. Aber man glaubt es kaum - etwa 20 cm Platz war dann doch
noch zwischen meinen Flaggenmast und der Stahlkonstruktion der Brücke.

Herrlich glattes Wasser erwartete uns hinter der Brücke und langsam folgten wir Manfred und Jochen.

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